Die Magen-Darm-Stase ist eines der häufigsten und schwerwiegendsten Gesundheitsprobleme beim Kaninchen. Zu verstehen, was sie ist und wie man ihr vorbeugt, gehört dazu, ein Tier gut zu pflegen, dessen Verdauungssystem einfach nicht stillstehen darf.
Was Stase ist
Stase nennt man den Zustand, bei dem sich die Verdauung des Kaninchens stark verlangsamt oder stoppt. Geschieht das, verdichtet sich der Darminhalt und bewegt sich nicht mehr weiter, die Blinddarmflora gerät aus dem Gleichgewicht, und das Tier hört auf zu fressen, was den Kreislauf verschärft. Es ist ein ernstes Problem, das sein Leben innerhalb weniger Stunden gefährden kann.
Warnzeichen
Die Anzeichen, die dich alarmieren sollten, sind, dass das Kaninchen aufhört zu fressen, sein Kot kleiner oder spärlicher wird oder ganz ausbleibt, und dass es teilnahmslos oder geduckt wirkt, oft in einer zusammengekauerten Haltung. Ein Kaninchen, das mehr als zwölf Stunden lang nicht frisst und keinen Kot absetzt, ist ein tierärztlicher Notfall, keine Sache, die bis zum nächsten Tag warten kann.
Warum sie auftritt
Hinter einer Stase steckt meist eine faserarme Ernährung mit zu vielen Pellets oder zu viel Zucker und zu wenig Heu. Auch Schmerzen jeglicher Ursache, Stress, Dehydrierung oder Bewegungsmangel begünstigen sie. In vielen Fällen ist sie die Folge einer Ernährung, die sich nicht um Heu dreht.
Faser als erste Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist einfach und für jeden erreichbar: hochwertiges Heu unbegrenzt verfügbar, immer sauberes Wasser und eine Ernährung mit wenig Pellets. Die lange Faser im Heu hält den Verdauungsmotor am Laufen, und ein Kaninchen, das viel Heu frisst, hat deutlich geringere Chancen, an einer Stase zu erkranken.
Was man bei Verdacht tun sollte
Vermutest du eine Stase, gehe so schnell wie möglich zum Tierarzt und versuche nicht, selbst zu medikamentieren. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine Diagnose: Bei einem Kaninchen, das nicht frisst und keinen Kot absetzt, entscheidet ein Fachmann über die Behandlung.