Die Frage klingt einfach, doch dahinter steckt eine Idee, die die Art der Pferdefütterung verändert: Sein Verdauungssystem ist darauf ausgelegt, über viele Stunden am Tag kleine Mengen Futter zu erhalten, nicht zwei große Mahlzeiten. Heu ist kein Extra; es ist die Grundlage.
Die Zwei-Prozent-Regel
Als allgemeiner Richtwert braucht ein Pferd täglich eine Futtermenge in Trockenmasse, die zwischen 1,5 % und 2,5 % seines Körpergewichts entspricht. Bei einem 500-kg-Pferd sind das größenordnungsmäßig rund 10 kg Heu am Tag. Das ist ein Ausgangswert: das tatsächliche Gewicht, das Alter, die Aktivität, ob Weidegang verfügbar ist, und der Körperzustand passen diese Zahl nach oben oder unten an.
Warum ständiger Zugang wichtig ist
Der Pferdemagen sondert ständig Säure ab, und sein Darm arbeitet mit einem kontinuierlichen Faserfluss am besten. Lange Phasen ohne Futter begünstigen Geschwüre und erhöhen das Kolikrisiko, eines der schwerwiegendsten Probleme beim Pferd. Deshalb ist es wichtiger, dass es während des größten Teils des Tages Futter zur Verfügung hat, als viel Heu auf einmal zu geben.
Wie man die Ration aufteilt
Das Heu auf mehrere Portionen zu verteilen oder Systeme zu nutzen, die die Aufnahme verlangsamen, wie engmaschige Heunetze, hilft, das natürliche Weideverhalten nachzuahmen und zu verhindern, dass die Faser rasch aufgebraucht ist. Ein Pferd, das viele Stunden lang nichts zu kauen hat, neigt zu Langeweile und unerwünschtem Verhalten, zusätzlich zum Verdauungsrisiko.
Wann man anpassen sollte
Ein Pferd in intensiver Arbeit, eine trächtige Stute oder ein älteres Tier haben andere Bedürfnisse, ebenso wie ein zu Übergewicht neigendes Pferd oder eines mit Stoffwechselproblemen, bei dem die Ration kontrolliert werden muss. Jede Feinabstimmung, ganz besonders bei Tieren mit Gesundheitsproblemen, sollte man am besten mit dem Tierarzt oder einem Pferdeernährungsberater vornehmen.
Das Pferdeheu von Piriheno
Wir erzeugen Hochgebirgswiesenheu im Format des kleinen Ballens, mit vereinbartem Transport bis zum Stall. Es ist genau dasselbe Bergwiesenheu, das unsere eigenen Pferde fressen.